Bahnfahren (again)

Bahnfahren
Draussen liegen ein paar Zentimeter Schnee, es ist kalt (vielleicht 2-3 Grad) und die Bahnen fahren nicht. Ich laufe zum Bahnhof und bin etwas zu früh dran und schaue kurz noch in Alex Studio rein, Micha hat versprochen mir die Breschdleng-CD zu geben. Er ist nicht da und Sia erzählt mir, dass die Bahnen vielleicht nicht fahren.
Nachdem ich die leise Ahnung, dass es vielleicht schwieriger werden könnte nach Tübingen zu kommen, beiseite geschoben habe, laufe ich zum Bahnhof und warte. Die Bahn hat 12 Minuten Verspätung und ich lese und stehe rum und überlege kurz, ob ich nicht einfach wieder heimgehen soll. Ich beschließe pflichtbewusst zur osteuropäischen Geschichte zu fahren und dort den Rechner hoffentlich wieder zum Laufen zu bringen.
In Herrenberg warte ich nochmal gut 20 Minuten in der Kälte, schließlich hat der Anschluss nichtmehr gepasst, und lese weiter. *grml*
Eine ältere Frau, so etwa Mitte 60 vielleicht, fragt nach einem Handy und eh ich “Sie können meines haben” sagen kann drängt sich doch glatt eine kleine blonde Schlampe vor und bekommt natürlich auch noch 5€ für ein etwa 30 Sekunden dauerndes Telefonat. Mir geht es nicht um die 5,-€ oder darum, dass ich kleine blonde Frauen nicht mag (die Bezeichnung Schlampe habeich nur benutzt, weil ich es so überspitzt schreiben will), sondern darum, dass ich “bedrohlich” oder zumindest “anders” aussehende Menschen auch nett sein können und Hilfsbereitschaft kein Fremdwort für Menschen mit einem Geschmack abseits des “mainstreams” ist.
Nein, ich will nicht unbedingt Aufmersamkeit, aber das wäre eine schöne Möglichkeit gewesen, vielleicht 1 oder 2 Bretter vor dem Kopf bei mnachen Leuten wegzureissen.

1 thought on “Bahnfahren (again)

  1. Da hasch recht.
    Deswegen rede ich auch so gern mit alten Omis übers Wetter, die Aussicht auf einen Job, Kinder und Busverbindungen.

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