Das weiße Blatt Papier

Kleine Punkte auf einem Blatt Papier. Ich versuche sie zu verbinden, damit ich das große Ganze sehen kann, das, was verborgen ist und nur durch die Verbindung der Punkte sichtbar wird. In etwa so, wie in diesen Malbüchern, die ich als Kind hatte. Man erkennt zunächst nicht, was durch die Verbindung der Punkte sichtbar wird. Dann, der Aha-Moment. Strukturen und Muster werden zu einem Bild, Landschaften, Gegenstände, Gesichter, Menschen werden sichtbar. Im Gegensatz zu den Malbüchern, in denen neben jedem Punkt eine Zahl steht – der Hinweis, die Hilfestellung auf dem Weg zum fertigen Motiv –, fehlen die Zahlen hier. 2014 wurde von dem Jahr, indem sich viel ändert, nach bekannten Variablen, mit einem Plan und der Gewissheit darüber, wo sich die Türen und Pfade befinden, zu dem Jahr der weißen Flecken auf der Landkarte. Alles ist möglich. Alles? Der limitierende Faktor bleibe dabei ich, der ob der weißen Landkarte und dem wirren Haufen aus Punkten kein großes Ganzes sehen kann. Noch nicht. Ich erkenne erste Strukturen, Anzeichen und Muster, doch will ich die Verbindung herstellen?! Radierer gibt es im echten Leben leider nicht und selbst wenn ist es schwierig nicht doch wieder die ausradierte, verblasste Verbingung neu zu ziehen. Ich halte den Stift in meiner Hand, doch die Hand zittert.   PS: Weil es ganz gut passte, hier ein bisschen Musik “von früher™”.  

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Deadlines

Hinter einer Kleinigkeit steckt oft so unendlich viel mehr als nur das, was man an der Oberfläche wahrnimmt. Er antwortete kühl und oberflächlich auf ein “Hallo”. Was davor war zählte nicht, nur, dass sein Gegenüber ob seiner knappen Antwort und der abgelehnten Einleitung zu Smalltalk irritiert war. Dieser hatte schlicht vergessen: wir sind doch alle nur Menschen. Ich, in Berlin, Oktober 2014. Wer willst du sein, Benjamin?

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