Just… let go.

Der Moment hat viele Gesichter. Lachend. Weinend. Wütend. Verzerrt. Ganz klar. Der Moment denkt an morgen.

Die Zukunft hat viele Gesichter. Klar umrissen. Verschwommen. Sich mal schnell, mal langsam verändernd. Steinig. Gerade. Kurvig. Überkreuzt.

Der Moment sieht die Zukunft und freut, oder fürchtet sich vor ihr.

Lachend, weinend, wütend, klaren und verzerrt, schaut der Moment ängstlich, freundlich, freudig und ungewiss auf die Zukunft. Manchmal darüber sich selbst vergessend. Doch irgendwie gibt es sie, diese Zukunft.

Jetzt ist die Zukunft des gestrigen Moments, der Moment von heute. Lachend. Weinend. Wütend. Verzerrt. Ganz klar, verzerrt. Der Moment ist zur Zeit oft neu, ganz anders.

Ich lache viel. Alte und neue Menschen, Herzmenschen manchmal.

Der Moment ist gut, kostbar.

Die Zukunft des Moments jetzt ist viel weiß, so viel Freiheit, so viele Möglichkeiten.

Meine Wohnung sei so sehr leer, zu leer, hat mir jemand kürzlich gesagt. Ich fand, es wäre viel Platz, viel Freiheit.

Der Moment jetzt ist auch die Traurigkeit über die Zukunft von gestern, vom letzten Moment. Die Zukunft, die nie sein wird und nicht mehr sein durfte. Der Moment lacht dann nicht. Der Moment weint dann.

Der Moment, weiß, dass er loslassen muss. Damit der viele Platz, die viele Freiheit wirklich sein kann.

Loslassen.

 

 

1 thought on “Just… let go.

  1. “Sie bemerken, dass das Fallen zum Schweben wird
    wenn man aufhört, sich an Dingen festzukrallen”
    (Sockosophie – Käpt’n Peng und die Tentakel von Delphi)

    Ich glaube am meisten trauert man am Ende über “…and all that could have been”, zumindest geht mir das so. Verpasste Chancen und eine “verpasste” Zukunft, die man in der Vergangenheit nicht mehr ändern kann. Das ist schwer, das los zu lassen, einzusehen und sich selbst zu vergeben irgendwie. Und es dauert.

    Ich kenne diese Gefühle sehr gut, dieses “Yeah, jetzt geht’s los”, gefolgt von schlimmem Herzschmerz und Gefühlsnachbeben. Die werden immer wieder kommen, aber schwächer werden.

    Das Video trau ich mich aber immer noch nicht anzuschauen. Für Ben Howard ist die Vergangenheit und die Erinnerung noch zu fest. Ich würde das alles gerne loslassen können, um diese Musik wieder ohne Ballast anhören zu können. Aber schon beim Titel bekomme ich einen Kloß im Hals.

    But this, too, shall pass.

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