Laufen.

Der Regen macht gerade eine Pause. Die ungefähr 4. Pause heute. Die letzte war fast 2 Stunden lang, die Kürzeste war 10 Minuten, in denen es mal nicht aus Kübeln geschüttet hat. Ich habe mir vorgenommen heute Laufen zu gehen, im September will ich meinen ersten Halbmarathon laufen. Als Motivation und weil ich das Gefühl, weite Strecken ohne irgend ein Hilfsmittel hinter mich bringen zu können, mag. Ich laufe seit Jahresbeginn 2 Mal pro Woche, davor mehr so 1 Mal pro Woche, manchmal 2 Mal. Ich habe mit 5km angefangen und war danach immer Plat. Mittlerweile kann ich 8-10km laufen ohne mich danach schrecklich zu fühlen. Ich laufe mit etwa 10km/h, also ganz okay, so vom Tempo her. Heute laufe ich weiter, 15-16km will ich laufen, zwei Drittel des Halbmarathons. Es ist wolkig und trocken als ich loslaufe, auf halber Strecke, bei den “Ballard Locks”, der Schleuse zwischen Puget Sound und Lake Union, fängt es zu nieseln an, kurz darauf schüttet es wie aus Kübeln. Ich renne weiter und bei KM 15 halte ich an um Pho, vietnamesische Nudelsuppe, zu kaufen, danach renne ich nochmal knapp einen Kilometer nach Hause. Ich muss daran denken, dass “Laufen” einem so ein paar Dinge vor Augen führt, die sich gut auf das gesamte Leben übertragen lassen. Egal wie langsam du bist, wenn du gleichmäßig langsam vorwärts kommst, kommst du am Ziel an. Egal wie langsam du bist, wenn du gleichmäßig langsam vorwärts kommst, kommst du weiter. Mit Üben macht man schnell große Fortschritte. Egal wie steil und schwer die Strecke ist, mit langsamem, gleichmäßigem Tempo lässt sich jede Schwierigkeit bezwingen. Immer, wenn man denkt, man kann nicht mehr, geht es eben doch. Läufer sind nie alleine. Es gibt immer andere Läufer, man nickt sich zu, ist freundlich, und wenn was ist, hilft man sich. Hör auf deinen Körper, dann läufst du länger und gesünder. Gleichmäßiges Atmen ist die halbe Miete. Aufrecht bleiben, die Augen nach vorn richten, das Ziel vor Augen haben, helfen ungemein. Nicht jeder Tag ist perfekt und kein Tag ist wie der andere. Enjoy the ride!

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Happy Birthday!

Mein Blog wird diesen Monat 13 (!) Jahre alt. Wow. Was ich hier alles festgehalten habe, wie viel passiert ist, Umzüge, Zivildienst, Beziehungen, Gefühle, Politik, Technik, alles hab ich hier drin abgeladen, festgehalten, ausgehalten. Danke, liebes Blog! Und allen, die hier ab und an reinschauen oder meinen RSS-Feed abonniert haben: vielen Dank für’s stille mitlesen. =) Auf weitere 13 Jahre.

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