Wired, Heise und so.

Ich lese ja gerade Mädchenmannschaftsbuch. So. Nina ist ja schon lang neofeministisch (keine Ahnung ob es diese Terminologie gibt, ich jedenfalls finde ihn passend) interessiert und erzählt mir immer wieder von so Zeugs und Themen und wir diskutieren ja da auch regelmäßig drüber. Zum Beispiel darüber, dass ich ja für Heise Developer einen Veranstaltungsbericht geschrieben hatte. Darüber schreibe ich diese Woche nochmals extra. Jedenfalls hatte ich in einem Satz als Kritik erwähnt, dass es wünschenswert wäre, wenn bei den Google Developer Days auch gezielter Frauen gefördert und eingeladen werden würden. Dieser Satz wurde entfernt. Den Rest denkt euch lieber… In diesem Kontext schockiert mich das sonst so gute Wired Magazine (es ist so mehr oder weniger DAS Tech-Magazin aus den USA). Gefunden habe ich das bei Techland HIER. Auf der Wired-Seite schaut das SO aus. Ich heule gleich mal einen Wok voll, mit Kotze. Der kritische Blogpost einer amerikanischen Assistent-Professorin an einer amerikanischen Universität KLICK.

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Familienplanung und so.

Nina denkt ja gerade viel über Studium und die Wahl des Faches nach. Im gleichen Atemzug denke ich über meine berufliche Zukunft nach. Wo bewerbe ich mich, wo nicht? Oder bleibe ich in Sindelfingen? Master oder doch erst mal arbeiten? Was für Qualifikationen fehlen mir noch? Gleichzeitig ist natürlich irgendwo die Frage, wo Nina weiter zur Schule geht und dann studiert. Mir ist das eigentlich fast egal, ich komme eh mit. Das nun folgende Thema hängt ganz klar am gleichen Zopf wie die berufliche Lebenssituationsstrudelportion. Hm. Ich lese das Buch der Mädels (kann ich das nun überhaupt so schreiben) von der Mädchenmannschaft (maedchenmannschaft.net). Es heißt „Alphamädchen“ und beschäftigt sich mit neuen, aktuellem, jungem Feminismus und Themen, die eigentlich jeden jungen Menschen betreffen oder besser betreffen sollten, weil Feminismus alle angeht. Ich jedenfalls gehöre zu der Sorte Mann, die gerne mal Kinder haben möchte und die sehr gerne auch mal 1 Jahr oder 2 zuhause bleiben würde. Sowas ist jetzt nicht total ungewöhnlich, findet in der Praxis aber kaum Anwendung, da Frauen einfach tierisch schlechter bezahlt werden als Männer. Einfach so. Spricht: der Mann ist Hauptverdiener (meistens) und deshalb bleibt automatisch die geringer verdienende Frau zuhause. Kann das mir egal sein? Nein, es ist ungerecht. Ungerecht gegenüber den Frauen, die für gleiche Arbeit weniger Geld bezahlt wird, die vom System in die Mutterrolle gedrängt werden, aber auch ungerecht gegenüber den Männern, die in das Klischee vom Ernährer der Familie gedrückt werden, die automatisch weniger Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen können. Ich will mich damit nicht abfinden. Und da ich ein vorausschauender Mensch bin, werde ich mir einen Arbeitgeber suchen, der mir die flexiblen Arbeitsbedingungen bietet, die ich und später mal meine Familie braucht. Ein Arbeitgeber, der nicht dumm aus der Wäsche schaut, wenn der Mann in den Erziehungsurlaub geht und mich dann doch durch die Hintertüre rauswirft, sollte ich es wagen länger als 2 Wochen wegen eines neu geborenen Kindes nicht zur Arbeit erscheinen zu wollen. Ich arbeite ja in der IT und dort ist ja immer alles besonders Fortschrittlich, Gleitzeit ist weit verbreitet, es gibt flexible und arbeitnehmerfreundliche Arbeitszeitmodelle, usw.. Wieso dann, so frage ich mich, ist in meinem ITler Bekanntenkreis dann niemand, der länger als 3 Monate bei seiner jungen Familie bleibt? Wieso sind es nur die Partnerinnen, die daheim bei Kind und Herd bleiben? Genau, wegen der Kohle. Der Mann verdient mehr als de Frau und schon landet des eigentlich emanzipierte, feministische Paar im traditionellen Rollenverhältnis, weil es das System so will. Und viel zu wenige Männer und wohl leider auch Frauen versuchen es in der Praxis nicht zu ändern. Das muss doch anders werden, oder nicht?! (ich frage rhetorisch)

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Netzsperren auf Englisch // 3-Strikes // Demokratie, was ist das?

In England, sorry Großbritannien, gibt es auch einen Verfassungsminister 😉 Nein, jetzt mal ernsthaft: Neben indirekten Zugangssperren möchte sich der britische Wirtschaftsminister bzw.. seinen Nachfolgern das Recht geben, Copyright-Gesetze/-Regelungen ohne Parlamentsbeschlüsse/-Kontrollen zu erlassen. “Remember, remember, the 5th of November…..” (Alan Moore – “V for Vendetta”) Nachzulesen bei NETZPOLITIK oder Telepolis

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Powerpoint stinkt

Power Point an sich ist ja schon doof (es lebe Open Source!!) aber wenn die Dinger noch zwischen 40 und 70 (!) Folien (Neudeutsch “slides”) haben, dann bekomme ich Aggressionen, besonders wenn ich die Dinger nach 23h lesen soll. Selbst am Tag wäre es eine Zumutung diese Dinger zusammenfassen zu müssen.

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Weltpolitikschmerzschrei (Kopenhagen ‘09)

Bald treffen sich in Kopenhagen (im Übrigen eine schöne Stadt) die Führer aller Herrenländer um darüber zu reden, wie man die Klimakatastrophe, die, soviel ist man sich zumindest sicher, irgendwann kommen wir, hinauszögern oder vielleicht sogar verhindern kann. Die großen Industrienationen wollen, dass auch die neuen Kinder auf dem Spielplatz bereit sind, etwas weniger zu Schaukeln. Die kleinen Kinder wollen aber zunächst mehr schaukeln, weil sie natürlich Nachholbedarf beim Schaukeln gibt. Auf dem Spielplatz kommt dann irgendwann eine Mutter und stellt regeln für alle auf, an die sich auch alle halten. Diese Regeln sind dann hoffentlich fair und jeder bekommt etwas Schaukelzeit ab. Die großen Kinder gehen mit gutem Beispiel voran, die kleinen Kinder dürfen zwar etwas mehr Schaukeln, aber dennoch können sie nicht unbegrenzt Schaukeln. Manchmal streiten sich auch die Mütter über die Regeln, ich behaupte aber mal, dass das eine Ausnahme ist. Ich frage mich dieser Tage, wo die gerechte, mächtige Mutter ist, die jedes Kind, dass nicht die Notwenigkeit einer Lösung erkennt, einmal fest am Ohrläppchen zieht. Die USA sind sicherlich nicht diese Mutter. Europa auch nicht. China ebenfalls nicht. Und Gott weiß ganz genau, wieso er sich fein säuberlich aus der Affäre raushält, immerhin erspart es ihm den Status als Buhmann, der eine riesige Flutwelle über die Erde schickt. Besonders spannend im Zusammenhang mit dem Klimagipfel in Kopenhagen ist auch eine Tatsache, die ich in Peter Unfried’s Buch gelesen habe, und an die ich noch gar nicht so genau gedacht habe: Alle Welt redet davon, dass man den Klimawandel stoppen oder verlangsamen müsse, dass man CO2 senken muss, usw.. Das alles ist richtig und gut. Leider denken Politiker und die meisten Menschen nicht konsequent weiter. Der Klimawandel ist da. Er lässt sich nicht mehr aufhalten. Und niemand denkt darüber nach, wie man sich jetzt darauf vorbereiten kann. Was man tun muss. Was ist mit den Städten am Meer? Was passiert, wenn Malariamücken in Deutschland heimisch werden,….. usw.. Dafür gibt es keine Pläne. Zumindest nicht von Seite der Politik. Dabei wird es Zeit zu handeln. Ich möchte an dieser Stelle auch auf die HOPEnhagen-Seite verweisen. Jeder, der sich NICHT mit dem Klimawandel auseinandersetzt und nicht aufschreit, nicht innehält und zeitnah darüber nachdenkt, sollte……nein, das wäre unmenschlich. Auf dieses Niveau lasse ich mich nicht herab. =) Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Ökostrom ist günstiger als EnBW =)

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Re-Captcha

Nun steht mein Blog in 3 (!) deutschen Blog-Verzeichnissen und schon habe ich am WE die ersten 3 Spam-Kommentare bekommen. Hier mal einer, der so ziemlich wie die anderen beiden entspricht: qpzIeE fayhwrrdwvfe, , [link=http://pfzxeubwmava.com/]pfzxeubwmava[/link], http://vgxhxpbqjswg.com Weshalb ich das hier schreibe. Ich habe Re-Captcha installiert, um Bot-/Spam-Kommentare zu verhindern. Ich hatte gehofft, dass das hier in meinem Blog nicht nötig werden würde, war wohl etwas naiv von mir… Jedenfalls müsst ihr nun ein “Captcha” eingeben, wenn ihr einen Kommentar abgeben wollt. Der Aufwand ist hoffentlich vertretbar =)

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