Auf dem Weg

Die letzten Tage befinde ich mich wieder mal unterwegs. Irgendwie scheint die zweite Hälfte des Jahres wirklich unter dem Motto On The Road zu stehen. Ich hatte bisher außer Urlauben und einem Konferenz-/Tech-Event hier und da nicht die Situation regelmäßig, beinahe wöchentlich zu reisen. Seit September jedoch bin ich doch so viel unterwegs, dass ich langsam den Überblick verliere und durch die 3 Monate in Zügen, Flugzeugen, Autos und fremden Betten den Heimatsbezug etwas verloren zu haben scheine. Ich möchte gar nicht wissen, wie es sich für Menschen anfühlt, dauerhaft über Jahre hin so aus dem Koffer zu leben. Mit mir macht es jedenfalls nichts Gutes. Ich fühle mich selbst, wenn ich die anderen Veränderungen verdränge (geht das überhaupt?) oder außen vor lasse, schon nicht sehr wohl und sicher.
Wo mein Zuhause ist? Herrenberg, irgendwie. Gießen, ein bisschen. So richtig: nirgendwo.

PS: Hier mal eine Liste (jeder Trip ist zwischen 2 und 5 Tage lang gewesen):

Ende August: Berlin
Anfang September: Berlin
Dazwischen: Wochenenden in Gießen
Anfang Oktober: USA und Kanada (8 Tage)
Dazwischen: Wochenende in Gießen
Ende Oktober: Berlin
Dazwischen: Wochenende in Gießen
Ende November: Berlin
Dazwischen: Wochenende in Gießen
Anfang Dezember: USA

1 thought on “Auf dem Weg

  1. Pfuh… Heimat.
    Ich kenne das Gefühl, irgendwie “dazwischen” zu sein und gefühlt nirgendwo anzukommen. Das hatte ich dieses Jahr sehr oft in meinem eigenen Zuhause. Ich denke, die Ruhe und das Ankommen kann man nicht haben, wenn drumrum und in Einem drin alles im Umbruch ist. Dann hat man das konstante Gefühl von Heimweh, selbst wenn man daheim ist. *drück*

    Grüß mir die Warschauer Straße das nächste Mal wenn du dort bist! 🙂

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