I don’t like Mondays [die Wievielte? Keine Ahnung]

Ich sitze am Esstisch, die Wohnung ist dunkel, in der Küche brennt das Licht der Dunstabzugshaube, auf dem CD-Regal beim Sofa brennen 3 Grablichter und der Fernseher läuft. Nina schaut fern und ich sinniere über meinen Tag und mich. Gerade eben noch saß ich auf dem Balkon auf dem Boden. Die Steinplatten waren warm, ich rauche eine Pfeife – die erste seit einer ganzen Weile (vielleicht kommt es mir ja auch nur so vor?) – und schaue zur orange erleuchteten Stiftskirche, spüre meinen Körper, der so ziemlich überall wehtut. Füße. Beine. Magenschmerzen. Migräne trotz einer Ibuprofen 600 und Herzschmerzen. Ich suche Muffinrezepte für meine kleine Geburtseltagsfeier („Feier“ ist zuviel, ich lade eine Hand voll Leute zu Kaffee und Kuchen ein). Ich rauche fertig. Der Tag fing schön an. Die Jalousie am Balkon wurde morgens repariert und wir waren beide sehr motiviert, und ich habe mich tierisch auf einen fleißigen, gemeinsam-harmonischen Tag gefreut. Wäre ja schön gewesen, wenn es wirklich mal – ausnahmsweise – einfach funktioniert hätte. Ich rufe bei der Arbeit an, und, oh Wunder, ich muss heute arbeiten, zwar erst später, aber der Tag ist trotzdem nicht mehr wirklich zu retten. Ich muss um 3 losfahren, vorher noch mehr Kummer und Psychoschmu und ich weine malwieder als ich in meinen Bus steige. Auf der Arbeit werde ich mit meiner angeblichen „fehlenden Motivation“ erneut „konfrontiert“ und ich frage mich, was ich für eine Art magnetische Wirkung ich auf Pech, Äger und „Missgeschicke“ derzeit habe.

ANMERKUNG AM RANDE:

ich sitze immernoch in der Bahn, jetzt in der S5 nach Bietigheim-Bissingen, habe mich etwas in das Joomla!-Tutorial eingelesen, schaue aus dem Fenster und stelle fest, dass es wie aus Eimern schüttet. Ich wollte eigentlich in Asperg aussteigen, über’s Feld nach Tamm in’s Breuningerland laufen und da dann in ner Viertelstunde noch “ausruhen”. Tollitoll. Ich werde Busfahren und 2 Minuten vor 5 ankommen. Manchmal ist dieses Leben echt unlustig. Und meine Nabelschnur zu Nina, sprich SMS (dank SMS-flat von o2!), ist zerschnitten…. -.- Aktuelle Stimmungslage: Traurig (Nina fehlt) und wütend (Technik ist doof) Letzter gesehener Film: Charlie & die Schokoladenfabrik von Tim Burton Neueste CD: Witt – Meisterwerke (DJ Promo) WinAmp Playlist: Warren Suicide – Butcher Boy KLOQ – We’re just physical (THE KLOQ remix) Das Präparat – Euthanasie Sonnenbrandt – Lüdenscheid Das Präparat – Mein Schmerz trägt deinen Namen SAM – 24 Stunden (“7 days a week”-mix) Ladytron – destroy everything you touch Faderhead – Dirty Grrrls Dirty Bois (“electro for the masses”-mix) Frozen Plasma – Warmongers (DJ edit) Vive la fête – Litanie des seins Neuroticfish – wake me up (club edit) Kosheen – Guilty (Northern Lite Club Mix) Sonnenbrandt – Urlaubsgruß mit Sonnenbrand(t) Hertzinfarkt – Illusion (Remix by Die Perlen) Sonnenbrandt – Radio Vive la fête – Tu connais la dernière Warren Suicide – Warren Suicide Noyce TM – Karmacoma (Klub Kut) Hertzinfarkt – Wir trauen uns was Vive la fête – Pétite putain Ladytron – Destroy everything you touch (club mix) Monosex – sex in limousine The Plasmareds – She Vive la Fête – machine sublime Apoptygma Berzerk – You keep me away from breaking apart (Implant Remix)

This is my life, this is my rifle, this is my head – Ka-Boom! ;)

Es ist mittlerweile Freitag. Oder besser: die Nacht von Donnerstag auf Freitag. Ich falle um Mitternacht in mein altes Bett (ich übernachte bei meinen Eltern) und versuche zuschlafen, was natürlich nicht gelingt und mich irgendwann dazu veranlasst (okay, nicht irgendwann, es ist 1:32 Uhr) mein Laptop einzuschalten und diesen Blogeintrag zu schreiben (mein Laptop ist toll, ich habe eine Akkulaufzeit-zeit von ungefähr 5 Stunden und höre Musik, schreibe, habe das Display auf etwa 70% Helligkeit und dafür finde ich 5 Stunden gut). Nachdem der Morgen dieses Tages ja toll war, vor allem wegen Nina, war ja die Bahnfahrt schon nicht so prickelnd. Ich konnte aber immerhin die Busfahrt zum Breuningerland (es hat wie erwähnt geregnet) mit dem Abtipseln meiner WinAmp-Playlist verbringen. (ja, ich weiß, dass web2.0 das alles irgendwie kann, aber das ist mir erstmal zu doof, vor allem weil ich zuhause kein Internet habe,was aber wieder ein anderes Kapitel ist) Jedenfalls habe ich kurz vor dem Aussteigen meine allererste Freundin getroffen, wir haben uns vielleicht 10 Minuten unterhalten und festgestellt, dass es uns beiden doch wirklich gut zu gehen scheint und ich fand es nett sie mal wieder zu sehen, nachdem unsere alte Clique über die 3 Jahre nach dem Abitur doch noch auseinandergebröselt ist, habe ich schon länger nichts mehr von ihr gehört (weder direkt oder von jemand anderem). Die Arbeit ist nicht unbedingt stressig, aber doch nicht wirklich relaxed, es sind Ferien und es ist gut was los, schließlich wollen ja alle auch ihre freien Tage nutzen. *grml* Daniel kommt vorbei, wir können kurz reden und er tut mir wirklich sehr sehr leid. -.- Ich bereue, dass wir leider gut und gerne 70km auseinanderwohnen (er wohnt auc etwa 25km von Stuttgart weg, allerdings auf der anderen Seite von Stuttgart) und wir uns nicht so besuchen können wie wir wollen. Wir schaffen das noch! Ganz bestimmt! Morgen kommt bei Müller ein Chef vorbei und da gibt es natürlich mehr als genung aufgaben zu erledigen. Mein Kollege wirft natürlich wieder den Plan ziemlich über den Haufen, sicher wir teilen uns die arbeit etwas anders auf, was mir ganz recht ist – eigentlich -, allerdings muss ich morgen meinen Kopf dafür hinhalten falls etwas nicht stimmt. Ich gehe kurz vor Schluss (22h!*kotz*) nochmal alles durch und habe trotzdem dieses beschissene Gefül in meiner Magengegend…. Wirklich was ändern kann ich jetzt auch nichts mehr. -.- In meiner Pause telefoniere ich mit der kleinen Frau, die natürlich genau angerufen hab, als ich aus der Filiale war, ich vermisse sie sehr und bin wieder so sehr und viel mehr gerührt. Sie sagt, sie würde sich ablenken, aber ich glaube sie hat einfach ohne mich Spaß, mit ein bisschen Bennyvermissen, und das ist schon okay so, ich glaube sie braucht das, nimmt sie sich doch bislang irgendwie oft zurück um mehr Zeit für mich zu haben (was sie freiwillig macht) und kommt dadurch doch etwas zu kurz. Finde ich jedenfalls, sie findet das alles bestimmt ganz anders und deshalb lasse ich das jetzt auch[…]

Letztes Wochenende – Samstag

Ich sinniere über letztes Wochenende. Samstag war furchtbar. Ich bleibe an dem Tag hängen. Langeweile auf der Arbeit, freude darüber, dass Nina nach Stuttgart mitkommt. Viel zu große VIP-DJ-Tickets, die immerhin gratis Getränke bringen. Viele Leute, manche davon mag ich nicht. Viele. Ein Streit mit Nina, Schuldgefühle und viel Kraft aufgebraucht. Spaß beim Auflegen gehabt, unhöflich zu vielen Menschen gewesen, die mir eigentlich nichts getan haben und eine eisige Heimfahrt. Brrrr. Nina sagt, sie fand es trotzdem irgendwie schön mit mir unterwegs gewesen zu sein. Irgendwie schon, ja. Sonntag ist ja zum Kräftetanken da. Ich jedenfalls habe es genossen mich für meine kleine Frau hübsch zu machen. ^^ Ganz nebenbei habe ich mein Handy zerstört, so dass alle SMS von Nina und meine ganzen Telefonnummern wegs ind (ich habe dummerweise meine PC-Software vor einigen Wochen neu installiert und dabei mein Adressbuch auf dem Rechner gelöscht und vergessen, die Kontakte neu zu überspielen…also: alles weg!). Der MP3-Player ist auch zu Bruch gegangen (das Laptop hat beides erschlagen…..) und nun bin ich erstmal ohne Handy und MP3-Player. Super. Ende August gibt es ein neues Handy zur sowieso anstehenden Vertragsverlängerung und vielleicht lasse ich meinen MP3-Walkman von Sony reparieren. Mal sehen. Irgendwo sollte natürlich noch mein Goldesel stehen….nur wo?!

Schonwieder S-Bahn

Ich fahre wieder Bahn. Wie immer zur Arbeit. Heute muss ich von 17 bis 22 Uhr ran. Ich bin sehr bewegt, vielleicht so sehr wie noch nie, als ich die Haustüre schließe und Nina winkend am Schlafzimmerfenster steht. Wir sind Familie. Und heute Nacht werde ich das erste Mal seit was-weiß-ich-wievielen Wochen ohne Nina im Bett liegen. Zumal es mein altes Bett bei meinen Eltern sein wird und nicht mein altes Bett, noch Ninas Eisenbett, das in unserer Wohnung steht. Die kleine Familie, die auf dem Herrenberg wohnt und so langsam aber sich ihr Nest schön gemütlich und kuschelig werden lässt. Ich vermisse Nina sehr, schon als ich an der Strasse stehe, auf den Bus warte und Nina von 20m Entfernung ansehe, wie sie mir zuwinkt. Die Umwelt fühlt sich kalt und grau an, und nur an einem Ort, zuhause, kann ich Wärme und geborgenheit finden. Kitschig, sicher. Aber ich brauche dieses Gefühl, diese Wärme. Punkt. In der S-Bahn sehe ich dem verschwindenden Herrenberg hinterher. Er wird kleiner und kleiner. Und ich weiß, dass auf der anderen Seite der Stiftskirche, da hinten, in der Wohnung meine kleine Frau, mein Kleines, Nina, Schatz, meine Frau, die kleine freche Leckschwester, meine Traumfrau ist und sich vielleicht ein kleines bisschen so nach mir sehnt wie ich mich nach ihr. Die Bahn ist leerer als sonst, es sind ja schließlich Ferien und ich genieße es sehr. Spätestens in Stuttgart-Vaihingen ist die Bahn voll ohne Ende und ich sehne mich danach irgendwann auszusteigen und an der frischen Luft zu sein. Ohne den geruch dieser vielen Menschen. Einer von ihnen (eine Frau) trägt ein Parfüm, dass mich zu kontinuierlichem Niesen veranlasst. Bäh. In einem Beitrag im TV über das in Kraft getretene Nichtraucherschutzgesetz hat eine Diskobesucherin gesagt: “Wenn es in der Disko nicht mehr nach Rauch riecht, dann muss ich ja die ganzen anderen Menschen riechen!” Fast möchte ich ihr Recht geben.Brrr.