Manchmal, so irgendwie

Ja, da überrascht mich die Welt irgendwie. Genau gesagt meine Freunde. Zuerst bin ich viel zu beschäftigt mich zu melden – schlimm, kommt aber manchmal vor -, dann wieder schiebe ich es – wie so oft – lange lange vor mir her und dann, ja, dann traue ich mich nicht und rufe nicht an weil ich schon so lange nicht mehr angerufen habe. Und genau dann jedenfalls (ha, schon wieder „dann“!) rufen genau die Leute an, weil sie was von mir wollen oder sich für mich interessieren und ihnen ging es dann genau wie mir. Ich merke in solchen Momenten, dass ich nicht so alleine dastehe wie ich manchmal denke oder fühle. Fühle genau. Wieder einer dieser Automatismen, die ich mir „zugelegt“ habe. Also nicht, dass ich fühle, sondern eher das Gefühl des „Alleinseins“. Dieses Blog ist ja voll davon. Das hat so auch seine Berechtigung, aber in der Intensität ist es oft einfach zu krass, oder ich vergesse einfach, dass da noch andere Leute sind. Leute, denen ich nicht egal bin, die an mich denken. Am Sonntag wurde ich jedenfalls angerufen und *zack*, ich bin ja gar nicht alleine. Heureka, welch bahnbrechende Erkenntnis. Nein im Ernst, manchmal ist das wirklich ein „Heureka!“ wert.Letztendlich ist es wohl so, dass da ein paar echt liebe Leute in der Welt herumgeistern, die an mich denken, so wie ich auch an sie denke. Eigentlich wirklich einfach. Nur manchmal, so irgendwie, da ist das nicht so einfach. Nun fahre ich nach Stuttgart, zum wilden Momo(@derwildemomo), wo es bestimmt nett ist. In meinem Rucksack ist eine Flasche Wein und bestimmt werde ich dort nette Menschen treffen. Mal schauen, wie es so wird. =) Heute ist mein erster Urlaubstag. Wegen Umzug ist das alles natürlich erst mal nicht so relaxed wie ein Urlaub normalerweise wäre. Aber nächste Woche dann.

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Tübingen

Jedes Mal, wenn ich in Tübingen bin, meistens mit Nina oder auf dem Weg zu ihr oder dem Psychomann, muss ich natürlich an die Zeit „früher“ denken. Immerhin habe ich fast 4 Jahre in Tübingen studiert. Damit verknüpfe ich einige schöne, und auch einige doofe Erinnerungen. Gerade die negativste von allen, das Ende meines Studiums dort, war präsenter als die anderen Erinnerungen. Was ziemlich doof ist. Immerhin habe ich dort Freunde kennengelernt, die ich zum Teil immer noch habe. Zu manchen habe ich natürlich auch den Kontakt verloren, aber zu einigen auch nicht. Außerdem habe ich dort viel gelernt, gerade in der Anglistik. Ich möchte die Zeit dort nicht missen, war so doch unendlich intensiv und auch wichtig. Die Zeiten, in denen in der Cafete 20 Gruftis zusammengesessen sind werden zwar nicht wieder kommen, aber sie erinnern mich daran, dass ich durchaus dazu in der Lage bin soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Auch wenn das vielleicht doof klingt, ich weiß das manchmal nicht. Das war ganz selbstverständlich für mich, Freunde und Bekannte zu haben. Jetzt ist es das nicht immer. Was Tübingen natürlich auch besonders und schön macht ist, dass ich dort die kleine Frau kennengelernt hab. Naja, nicht so richtig, wir haben uns aber damals im „Saint‘s and Scholar‘s“ das erste Mal getroffen. Zurück zum eigentlichen Gedanken: Tübingen, Erinnerungen und so. So vor 1,5 Jahren noch waren die negativen Erinnerungen an Tübingen schon ziemlich präsent, wenn ich dort war. So richtig merke ich das jetzt erst im Nachhinein. Irgendwie war ein bisschen immer auch dieses „da sind doofe Dinge passiert, da hast du versagt“-Gefühl dort. Klar, beim Rumknutschen mit Nina auf der Mauer am Neckar hab ich davon nichts gemerkt, aber so irgendwo im Hinterkopf ist dieses Gefühl glaube ich immer ein bisschen in seiner Kiste gegen die Wände gesprungen. Jetzt, heute, wenn ich in Tübingen auf einer Parkbank am Bahnhof sitze (heißt das dann „Bahnhofsbank“ oder sagt man nur „Bank“? Ich wollte „Bank“ schreiben, aber das hat „ich sitze auf einer Bank“ irgendwie falsch geklungen), da springt das Gefühl nicht mehr gegen die Wände seiner Kiste. Die Kiste steht offen in mir rum, es kann immer raus, wenn es will, und wenn es rauskommt, bekommt es eine Umarmung. Dadurch wird Tübingen wieder zu dem, was es für mich ist, und was immer durch dieses eingesperrte, kleine, ausgegrenzte Gefühl „verdorben“ worden ist: der Ort, an dem ich studiert und viele tolle Leute treffen durfte. Der Ort, an dem ich Nina das erste Mal getroffen, geküsst und berührt habe. Der Ort, an dem ich mit Nina unzählige Male am Neckar gesessen oder in einer Kneipe schöne Momente verbracht habe. Ein ganz wichtiger und schöner Ort. Die Schattenseiten, wenn ich mal den etwas abgegriffenen Begriff benutzen darf, und das Gefühl aus der Kiste gehören dazu, werden aber auch geringer und bedeutungsloser, dass ich sie akzeptiere, zulasse und nicht mehr wie eine Fußfessel mit mir herumtrage. Das, was „früher“ war, sollte man auch mal gut sein lassen und zurücklassen, es[…]

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Fotobahnologie

Ich fahre Bahn und lenken mich ab (von Mathelernstresserfolgsdruckangst und Ninavermissen). Schaut doch lustig aus,oder?! Und für alle,die’s interessiert: Fotos mit dem Nexus One und der FxCamera-App,die es sogar umsonst gibt. =)) da kommen die Bilder s hin so raus wie hier hochgeladen ^^

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WInterWunder

Ich habe am Dienstag auf dem Weg nach Tübingen ein kleines Winterwunderbild gemacht. Es geht ja auch nichts über einen Handabdruck im Schnee. Ich hab ganz schön große Hände. Und wenn es so kalt ist, wie an dem Tag, dann ist der Schnee so richtig schön körnig und grob auf der Haut. (Die Kamera des Nexus One finde ich im Übrigen sehr gut. Sie löst schnell aus und ist einfach zu bedienen)

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Bahnfahren 2010 – Irgendwann ist immer das erste Mal

Es ist kurz nach Acht, ich sitze in der Bahn von Tübingen nach Herrenberg. Das hier ist der erste Bahnfahreintrag des Jahres, oder? Jedenfalls lese ich bis vor fünf Minuten und bin danach irgendwie verwirrt. Ich kann mich an Neil Gaiman’s Geschichten nicht recht gewöhnen,wenn sie im Hier und jetzt spielen und keine Fantasiegestalten vorkommen.. Trotzdem ist es  eine gute Geschichten. Heute war es “Mouse” aus dem Buch “Smolensk and Mirrors”. Dazu dann Rosarius Equilibrio mit “does murder and lust make a man?” Oh, und bevor ich es vergesse: die WordPress-App für Android OS ist toll =) natürlich kein Vergleich zu einem Notebook, aber das Nexus One wiegt auch nur um die 140 Gramm. Dank Buch, Musik und Bloggen sind mir die Fasnet-Spinner garnicht aufgefallen =)

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Wetter und Bahnfahren

Hallo Welt, ich sitze in einer kuscheligen Regionalbahn auf dem Weg nach Stuttgart und draußen regnet/stürmt es bei 2 Grad. Haha! Hallo Hungermonster, ich habe ein dickes Vesperpacket mit Vollkornbrot dabei, das mir Nina geschmiert hat, ich besiege dich, Hungermonster! Ich habe das Vollkornschwert der Sättigung! Hallo Ratlosigkeit! Ich habe heute morgen Compilerbau gelernt, ich habe schon die ersten 20 Punkte sicher und die restlichen Schaffe ich auch noch! Ich trage das Schwert der Lernerleuchtung! Hallo Langeweile! ich habe Lesestoff für öde Vorlesungsstunden dabei! Dieses Mal wirst du mich nicht einlullen. Mein Schild aus 5fach gehärteten Zeitschriften kann dich allemal abwehren!

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Bahnfahren

Es ist Nacht und ich fahre von Asperg nach Herrenberg. Ich war meine Großmutter besuchen (die noch etwas weiter nördlich lebt) und habe einige Dinge bekommen, die meinem gerade eben verstorbenen Großvater gehört haben. Dadurch bin ich ein weniger melancholisch und traurig. Aber nur ein wenig. Es sei nur soviel gesagt, dass er ohne langes Leiden im Alter von 79 gestorben ist, also kein Grund zur Klage deshalb. Traurigsein darf ich natürlich trotzdem. Meine Mutter hat mir ein kleines Care-Paket mitgegeben und nun sitze ich in der dahinfliegenden Bahn. Ich höre den Sampler “Pagan Lovesongs Vol. 2” und ich kann ihn nur empfehlen. Der erste Sampler ist ja schon lange her, aber die Macher haben für die 2. Auflage wirklich eine tolle Auswahl getroffen. DAS ist Gruftimucke. Handgemachte Gruftimucke. Sie passt perfekt zu der Bahnfahrt, jeder “Grufti” sollte mal beim Bahnfahren diesen Sampler hören. Daheim wartet Nina und ein von ihr gekochtes Essen auf mich. Da freu ich mich schon doll drauf! Sehr doll. =) Neben mir sitzt ein “alternatives” Paar (er gepflegte Dreadlocks, sie nicht weiter auffällig, ich glaube sie trug ein Cordsacko mit Buttons und ein paar Chucks) mit Sohn. Sie spielen süße Ratespiele  mit ihm (er ist vll. gerade 7 Jahre alt oder so), er soll sich Farben merken, die hier in der Bahn sind, dann die Augen zumachen und sein Papa(?) fragt ihn dann Dinge (“welche Farbe haben Mamas Schuhe?”, “welche Farbe hat die Haltestelle Stadtmitte?” use.). Das finde ich süß. Vorhin am Hauptbahnhof läuft ein “Emo”-Teenager an mir vorbei, steckt sich während dem gehen Ohrstöpsel in die Ohren, schüttelt den Kopf und murmelt “…Frauen..”. Fand ich irgendwie amüsant. Ich fahre gerade gern Bahn. Andererseits wäre um nichts lieber auf der Welt schon daheim. Draußen ist es kalt und ich habe mit Nina heute nur 2 Mal kurz telefoniert und sie muss heute früh ins Bett. Ich vermisse sie. Ich lenke mich nun weiter mit Musik und Threat-Programmierung in C ab, bis ich bin…. PS: kennt ihr das, ihr habt plötzlich das Gefühl, das ihr JETZT GLEICH so SCHNELL es GEHT heim müsst, weil etwas schreckliches passiert sein könnte bzw. passiert ist? ich habe das gerade. *grusel*

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Herbstmorgen

ich habe verschlafen, es ist 7, ich hetze mich durch das Bad, laufe um kurz nach halb acht zum Bahnhof durch Nieselregen. Meine Haare sind nass, zum Föhnen hat es nicht gereicht. Ich erreiche die Bahn und mir schwallt eine Mauer aus feuchtwarmer S-Bahnluft entgegen.*uff* Nun sitze ich hier und schwitze vor mich hin, die Dusche hätte ich mir sparen können. Draußen nieselt und nebelt die Welt so vor sich hin. Sie sieht schön aus. Ich bin hier und es fühlt sich gut an. Hoffentlich zieht sich der Freitag nicht so endlos an der DH vor sich hin, ich möchte nach Hause, Freitag. Nina. =) Da freue ich mich schon die ganze Woche drauf. =)

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Kaffee in der Bahn

Ich sitze in der Bahn und ich bin so schrecklich froh, dass ich einen Becher Kaffee von daheim mit dabei habe =) Er gibt mir zumindest etwas wie Geborgenheit. Wahrscheinlich fühle ich mich heute auch nur deshalb so verletzlich, weil ich mich gestern meinem Vater gegenüber geöffnet habe. Nina sagt, dass ich darauf stolz sein kann. Ich fühle mich ziemlich doof deswegen, aber bisher hatte Nina immer mit solchen Dingen recht. =) Meine kleine Frau Kalwass! *küss*

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