Der Sonic Seducer – Herrje.

Heute morgen wurde ich vom lieben Herr Urbach via Twitter auf die aktuelle Ausgabe des “Sonic Seducer”, einem der 3, ich nenne es mal “große Szenemagazine” der “schwarzen Szene” aufmerksam gemacht. Und natürlich reagierte die “Szene” großartig. Leider nicht. Lest einfach mal die @replies auf Twitter an Stephan oder seiner FB-Page. Auch der Sonic Seducer hat natürlich alles vollkommen vollständig und “richtig erfasst”. Also leider auch wieder nicht so richtig. Ich hätte wahrscheinlich andere Worte gewählt um meine Kritik zu äußern, aber ich bin nicht Herr Urbach. Vielleicht kann man Stephan vorwerfen, dass er mit seiner Wortwahl zu viele abhängt, weil sie zu “auf die 12” ist. Gibt es ohnehin nicht “Wichtigeres” in Deutschland? Sprache beschreibt die Welt nicht nur, Sprache formt sie. Und statt einen politikbewussten, reflektierten Aufmacher für das Titelthema der Ausgabe zu wählen, hat man sich beim Sonic Seducer für einen plumpen, nationalistischen Aufmacher entschieden. Liebe “schwarze Szene”, wieso Nationalismus schlimm/gefährlich ist, lest ihr bitte hier nach. Und der Sonic Seducer, ein Sprachrohr der Szene, ist – sorry Leute – so dämlich und manifestiert mit Aufmachung und Sprache eben genau das, Nationalismus. Mir ist vollkommen klar, dass die Szene eben nicht nur aus “linken Intellektuellen”, Demokraten, “Unpolitischen” (das ist ja eh ein Treppenwitz in meinen Augen) sonstwie im demokratischen Mainstream angesiedelten, harmlosen Gruftis besteht. Und genau deshalb ist reflektiertes, überlegtes, aber auch unmissverständliches Handeln absolut wichtig. Und da, hat der Sonic Seducer einfach verkackt. Mit seiner Reichweite, seiner Stimme, gestaltet das Magazin den Ton innerhalb der Szene, und dieser Ton wird/wurde nun nationalistisch geprägt. Danke auch. Es geht nicht darum, ob der Sonic Seducer “rechts” ist. Oder ob das Aufstellen einer Deutschlandfahne “rechts” ist (ich sehe das absolut kritisch, nur mal am Rande). Sondern darum, wie der Sonic Seducer mit Nationalismus (noch mal: Nationalismus ist gefährlich!) umgeht bzw. ob er einen Raum schafft, indem dieser “okay” ist. Das ist jedenfalls gelungen. Und dafür gehört den Menschen in seiner Redaktion der Kopf gewaschen. Wehret den Anfängen.

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Wired, Heise und so.

Ich lese ja gerade Mädchenmannschaftsbuch. So. Nina ist ja schon lang neofeministisch (keine Ahnung ob es diese Terminologie gibt, ich jedenfalls finde ihn passend) interessiert und erzählt mir immer wieder von so Zeugs und Themen und wir diskutieren ja da auch regelmäßig drüber. Zum Beispiel darüber, dass ich ja für Heise Developer einen Veranstaltungsbericht geschrieben hatte. Darüber schreibe ich diese Woche nochmals extra. Jedenfalls hatte ich in einem Satz als Kritik erwähnt, dass es wünschenswert wäre, wenn bei den Google Developer Days auch gezielter Frauen gefördert und eingeladen werden würden. Dieser Satz wurde entfernt. Den Rest denkt euch lieber… In diesem Kontext schockiert mich das sonst so gute Wired Magazine (es ist so mehr oder weniger DAS Tech-Magazin aus den USA). Gefunden habe ich das bei Techland HIER. Auf der Wired-Seite schaut das SO aus. Ich heule gleich mal einen Wok voll, mit Kotze. Der kritische Blogpost einer amerikanischen Assistent-Professorin an einer amerikanischen Universität KLICK.

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Familienplanung und so.

Nina denkt ja gerade viel über Studium und die Wahl des Faches nach. Im gleichen Atemzug denke ich über meine berufliche Zukunft nach. Wo bewerbe ich mich, wo nicht? Oder bleibe ich in Sindelfingen? Master oder doch erst mal arbeiten? Was für Qualifikationen fehlen mir noch? Gleichzeitig ist natürlich irgendwo die Frage, wo Nina weiter zur Schule geht und dann studiert. Mir ist das eigentlich fast egal, ich komme eh mit. Das nun folgende Thema hängt ganz klar am gleichen Zopf wie die berufliche Lebenssituationsstrudelportion. Hm. Ich lese das Buch der Mädels (kann ich das nun überhaupt so schreiben) von der Mädchenmannschaft (maedchenmannschaft.net). Es heißt „Alphamädchen“ und beschäftigt sich mit neuen, aktuellem, jungem Feminismus und Themen, die eigentlich jeden jungen Menschen betreffen oder besser betreffen sollten, weil Feminismus alle angeht. Ich jedenfalls gehöre zu der Sorte Mann, die gerne mal Kinder haben möchte und die sehr gerne auch mal 1 Jahr oder 2 zuhause bleiben würde. Sowas ist jetzt nicht total ungewöhnlich, findet in der Praxis aber kaum Anwendung, da Frauen einfach tierisch schlechter bezahlt werden als Männer. Einfach so. Spricht: der Mann ist Hauptverdiener (meistens) und deshalb bleibt automatisch die geringer verdienende Frau zuhause. Kann das mir egal sein? Nein, es ist ungerecht. Ungerecht gegenüber den Frauen, die für gleiche Arbeit weniger Geld bezahlt wird, die vom System in die Mutterrolle gedrängt werden, aber auch ungerecht gegenüber den Männern, die in das Klischee vom Ernährer der Familie gedrückt werden, die automatisch weniger Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen können. Ich will mich damit nicht abfinden. Und da ich ein vorausschauender Mensch bin, werde ich mir einen Arbeitgeber suchen, der mir die flexiblen Arbeitsbedingungen bietet, die ich und später mal meine Familie braucht. Ein Arbeitgeber, der nicht dumm aus der Wäsche schaut, wenn der Mann in den Erziehungsurlaub geht und mich dann doch durch die Hintertüre rauswirft, sollte ich es wagen länger als 2 Wochen wegen eines neu geborenen Kindes nicht zur Arbeit erscheinen zu wollen. Ich arbeite ja in der IT und dort ist ja immer alles besonders Fortschrittlich, Gleitzeit ist weit verbreitet, es gibt flexible und arbeitnehmerfreundliche Arbeitszeitmodelle, usw.. Wieso dann, so frage ich mich, ist in meinem ITler Bekanntenkreis dann niemand, der länger als 3 Monate bei seiner jungen Familie bleibt? Wieso sind es nur die Partnerinnen, die daheim bei Kind und Herd bleiben? Genau, wegen der Kohle. Der Mann verdient mehr als de Frau und schon landet des eigentlich emanzipierte, feministische Paar im traditionellen Rollenverhältnis, weil es das System so will. Und viel zu wenige Männer und wohl leider auch Frauen versuchen es in der Praxis nicht zu ändern. Das muss doch anders werden, oder nicht?! (ich frage rhetorisch)

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Urlauberitis – Gesundheit ^^

Liebes Tagebuch, Heut war ein ganz besonderer Tag. Nina und ich haben angefangen zusammen unsere Dinge in Kartons zu packen. Leider haben wir gar nicht genug Umzugskartons. Aber ein paar haben wir doch zusammengekriegt. Wir haben ausgemistet, jeder hat seine Sachen eingepackt, soweit es die Kartons zugelassen haben und ein paar Sachen aufgeteilt, die uns gemeinsam gehören, die aber natürlich nur einer von uns einpacken kann. Diese ganze Einpackerei war manchmal schön und manchmal auch etwas traurig, weil jetzt das Nest 1.0 aufgelöst wird. Dafür gibt es aber die Nester 1.11 und 1.12, die nur etwas mehr als 5 Minuten zu Fuß voneinander entfernt liegen. =) Beim Zusammenpacken haben wir Bio-Cola von NOW! getrunken und es war sehr lecker und sehr schön. Mein Wochenende war wirklich ganz Zauberhaft und unglaublich erholsam. Jetzt sitze ich bei Nina zuhause in der Pampa auf dem Bett, Nina spielt “Pflanzen gegen Zombies” und wir spielen gleich “Risen” und essen ganz leckere Bio-Hähnchenschlegel und -Flügel und dann sind wir kugelrund und freuen uns. Ich freue mich da jetzt schon drauf. Ich habe mir übrigens zwei Krankheiten eingefangen. Eine schöne und eine schlimme Krankheit. Die schöne Krankheit ist die Urlauberitis. Ich habe 10 Tage Urlaub, die ich zunächst für den Umzug und dann für Ausruhen und Urlaub benutzen werde. ^^ Die schlimme/doofe Krankheit ist mein Husten. Ich bekomme leicht Husten und der geht so schnell auch nicht weg. Meistens ist er nicht so arg schlimm, aber dafür so lange da, bis er schlimm wird, weil ich dann denke, dass ich gar nicht viel Husten habe. Meistens merke ich das nur beim Aufwachen und wenn ich schlecht Luft bekomme. Nina hat schon Medikamente für mich hingerichtet, damit der blöde Husten schnell weggeht. *freu* Ich habe eine ganz wundervolle Nina. Jetzt wünsche ich dir noch ein schönes Restwochenende, liebes Tagebuch und bis bald dein Benny

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Für mehr Frauen mit 3-tage-Bart und Männern mit Lippenstift

Durch einen Link bei der Mädchenmannschaft bin ich auf einen Blogeintrag bei feministing.org aufmerksam geworden. Erst kurz zum Inhalt: Die Verfasserin macht sich an Hand eines Beispiels (sie schminkt sich im Bad während ihr Freund neben ebenfalls im Badezimmer ist) Gedanken  über “performing gender”, also geschlechtsstereotypisches Rollenverhalten – so würde ich das jetzt einfach mal frei übersetzen. Nachdem mich Nina immer mehr auf Stereotypen, Sexismus und Frauenhass hinweist, fällt mir selbst immer mehr auf, wie sehr auch ich rational natürlich ziemlich bescheuerte Geschlechterstereotype durchziehe. Beispiele gefällig? Es ist morgens, ich stehe um halb sieben auf, gehe ins Bad, putze Zähne, schaue in den Spiegel. Mein unrasiertes Ich schaut mich aus müden Augen an. Ich denke darüber nach, dass ich mich a) dringend rasieren und b) Waschgel benutzen und c) meine Haut eincremen sollte. “Neee, ach so ein 3-Tage-Bart schaut doch cool aus.” denkt sich das faule Benny-Ich. Klar, so ein GEPFLEGTER 3-Tage-Bart kann schon auch mal gut aussehen, Männlich und so. Nina fand das schon mal gut. In diesem Moment bin ich aber nicht einer der “gepflegter 3-Tage-Bart-Typen”, sondern einer der “zu faul sich ein bisschen Mühe mit sich zu geben”-Typen. Doch halt, ich unterwerfe mich nicht dem Zwang immer gepflegt und geschniegelt zu sein. “Also alles im grünen Bereich.”´, echot wieder das Benny-Ich in meinem Kopf. Jetzt kommt aber der nächste, interessante Punkt: Würde Nina das auch so machen? Während ich mein Gesicht mit Waschgel reinige versuche ich mich in sie hineinzudenken. "Never”. Klar gibt es bei Frau Tage mit weniger Schminke im Gesicht, morgens beim Aufwachen und beim Rumgammeln auf der Couch ist Nina auch mal ungeschminkt. Da haben wir’s “auch mal”. Sie macht also voll mit. Unter 40min im Bad ist bei Nina nichts zu machen. Und ich? Ich stehe vielleicht mal Wochenende oder vor einem Date mit Nina eine Stunde im Bad. Je länger ich darüber nachdenke finde ich den geschilderten Aspekt verwerflicher. Wieso gibt es die Stereotype, die einem überall vorgelebt werden und die man selbst, meist ohne es sich bewusst zu sein, lebt. Frau immer gepflegt, Mann Grundpflege plus Ungepflegtheitsfaktor X. Ist es, weil wir Kerle immer nur harte, ungewaschene Cowboys sein müssen und weil Frau nur als Prinzessin toll ist? Wisst ihr was, ihr könnt mich. Schminkflintenmunitionshersteller, Männlichkeitscowboyfaschisten, fickt euch! Ich will Frauen mit 3-Tage-Bart, Männer mit “natural look”-Lippenstift und Concealer. Menschen, die Menschen sind. So wie sie es sich selbst aussuchen. Keine Roboter, die von Plakaten lächeln.

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freigänger – Bad Taste (ein GastBeitrag zum Freisein-Blognetzwerk)

Ich esse gerne Fleisch. Ich trinke gerne Milch, esse Eier und halte den Verzehr für etwas natürliches, menschliches. Geht man diese geschmackliche Vorliebe rational an, so muss man ganz klar sagen, dass der Verzehr von tierischen Produkten zwar von Natur aus vorgesehen (unser Gebiss weist uns Menschen als Allesfresser aus), allerdings ist der Genuss von Kuhmilch und Fleisch ziemlich schlecht für unser Klima. Gase aus Kuhmündern und –därmen. Hat man ja schon gelesen. Also wäre es rational gesehen sinnvoll und eine Pflicht, diese Treibhausgase zu reduzieren und zu eliminieren. Hinzu kommt, dass wir auch nur mit weniger tierischen Produkten gesund genug leben. Gesünder für uns wäre, mit weniger, vielleicht sogar vegetarisch zu leben. Ich esse nach wie vor Fleisch. Allerdings reduziert, aus gesundheitlichen, finanziellen und Klimaschutzgründen. Außerdem esse ich kein Fleisch aus dem Supermarkt mehr. Ich gehe nicht in Fastfood-Restaurants. Ich hole mein Fleisch im Biomarkt, wo es mich das 2 bis 3fache kostet. Weshalb? Ich weiß wie die Tiere gehalten werden. Sie haben keinen Platz zum schlafen und liegen, keinen Platz zum stehen, sehen kein Sonnenlicht, werden als Babies von ihren Müttern getrennt. Ich weiß, dass sie über hunderte Kilometer eingepfercht in LKWs zum Schlachter transportiert werden. Ich weiß, dass ihr Futtermittel gentechnisch verändert wird. Ich weiß, dass sie vor Angst fasst sterben. Sie sind eine Ware, wie eine kleine Schraube. Rücksicht wird nicht genommen. Das mag dramatisch klingen. Ist es auch. Vielleicht ist es manchen Menschen egal. Mir nicht. Wenn ich einen Burger esse möchte ich, dass das Tier, das wegen mir sterben musste, glücklich war. Oder zumindest so glücklich wie möglich. Tageslicht, soziale Interaktion, Futter, das diesen Begriff verdient. Kein stundenlanger Transport zum Schlachter. Das Tier soll nicht geschlagen, getreten, misshandelt, mit Medikamenten vollgepumpt worden sein. Das ist für mich ethisch und moralisch ein Muss. Dafür zahle ich Geld, gleich viel wie bei einem guten Metzger. Paradox eigentlich. Ich als Student, der nicht viel Geld zur Verfügung hat, kann sich das leisten, weil ich verzichte. Ich verzichte auf ein halbes Kilo Hackfleisch für 2,-€ im Supermarkt und kaufe lieber alle 2 oder 3 Wochen ein halbes Kilo für 6,-€. Nebenbei lebe ich gesünder. Gleichzeitig zahle ich einen Preis dafür, dass die Aufzucht und Schlachtung des Tieres nach einem Mindestmaß an Humanität und Würde geschieht. Letzten Endes muss es jeder für sich selbst entscheiden, ob er mit dem Wissen leben kann, dass sein Burger voller Blut und Tränen der Tiere ist, die für seinen Genuss, seinen Luxus gelitten haben. Ich für meinen Teil habe, seit ich mich bewusst für biologisch erzeugtes Fleisch (Bioland oder Demeter, meistens Uria) entschieden habe auch schon eine Hand voll Mal bei McDonalds einen Burger gegessen. Jedes Mal war er dabei, blieb er zurück, der „bad taste“. Uneingeschränkt genossen habe ich meinen Burger seither nie, seit ich weiß, dass ich für 7,-€ statt ein Menü bei McDonalds auch 2 Steaks von glücklichen, angstfreien und wertgeschätzten Kühen kaufen kann. [update] Seit dem Verbot eines Greenpeace-Spots, weiß auch eine breitere Öffentlichkeit, dass der leckere Schokoriegel blutig[…]

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Google-Phone und Android für Datenschutzbewusste

Vor Kurzem kam ich ja über Umwege in den Besitz eines “Nexus One”-Smartphones. Besser auch als “Google-Phone” bekannt. In den Medien wurde in den letzten Tagen ja auch ein Google-Bashing hoch 10 betrieben (Unsere Verbraucherschutzministerin und so), welches eigentlich a) lächerlich hysterisch und b)unsachlich geführt wird. So, nun möchte ich hier nicht weiter darüber sinnieren, wie schlecht und gefährlich die Datensammelei von Google ist. Ich gehe hier mal von dem Konsens aus, dass es zumindest bedenklich ist, dass Google so viele Daten besitzt und immer mehr Daten sammelt. Ich versuche mich der Problematik ausgehend von dem Problem her nähern, wie es sich mir gestellt hat, als ich anfing der Google-Phone zu nutzen. Ich wollte das Gerät nutzen können und dennoch die Kontrolle über meine Daten behalten. Hier meine Erfahrungen und meine “Rezepte”. Anregungen gerne in den Kommentaren =) a) Location based services Android selbst und zahlreiche Apps bieten Funktionalitäten mittels GPS-/WLAN-Lokation an. Find ich selbst in einigen Szenarien praktisch (Busverbindungen,…). Allerdings weiß ich ja nicht wann und wo ich geortet werde und wer mit dieser Information was macht. Konsequenz: GPS und Lokalisation ist ausgeschalten und wird nur bei Verwendung der App angeschalten, macht 3-4 Klicks aus, ich behalte aber die Kontrolle über meine Positionsdaten. b) Gmail und der Google-Account Ich nutze Gmail nicht. Gmail bietet tolle Funktionen und ist IMHO der beste Webmaildienst. Allerdings gelangen hier wieder mehr Informationen in die Hände von Google. Deshalb: Anderen Maildienst nutzen. Etwas schwieriger ist es, ohne einen Google Account mit dem Android-Phone unterwegs zu sein. Es geht im Prinzip auch ohne, ist aber kein muss, ich selbst würde sagen: macht es von der Nutzung abhängig. Wenn ihr kein Google-Account brauch. Ihr wollt kostenpflichtige Apps herunterladen können, Groups nutzen und besonders wichtig: den Kalender nutzen, so braucht ihr einen Account. Ihr müsst da aber nur eine Mailadresse angeben (okay, bei Google Checkout für die Apps braucht ihr auch mehr), also: mit privaten Daten geizen, dann ist es auch nicht schlimmer als jeder andre Login. Allerdings: wenn Ihr bei Google etwas im Netz sucht darauf achten, dass ihr nicht eingeloggt seid (geht beim Smartphone ja nicht). c) Synchronisation mit Outlook Ich nutze für meinen privaten Kalender MS Outlook (jaja, ich weiß…Outlook). Nun ist es natürlich praktisch diesen mit dem Kalender auf dem Smartphone zu synchronisieren. Mit den emails funktioniert das auch so, mit dem Kalender nicht. Seid kurzem gibt es dazu auch ein kostenloses Sync-Tool. Funktioniert mit Outlook 2007 auch super. Leider braucht ihr dafür einen Google-Account, da der Google Kalender als “Zwischenstation” benutzt wird. Ein direkter Sync ist meines Wissens nach nicht möglich. Es gibt allerdings andere, kostenpflichtige Apps, die das können. Mir sind die zu teuer, weshalb ich gezwungener Maßen die kostenlose Variante nutze. d) Google Checkout Wenn man Apps aus dem Android- Market herunterladen möchte muss sich bei “Google Checkout” registrieren und seine Kreditkartendaten hinterlegen. Ist ja nix anderes als im AppStore von Apple, ich habe mir das bisher aber gespart, da ich keine kostenpflichtigen Apps verwende. Bisher habe ich auch, abgesehen[…]

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Guerilla gardening

Durch David bin ich auf das Anarchie-Öko-Taktik-Retro-Spiel “Guerilla Gardening” aufmerksam geworden. Leider kann man es noch nicht kaufen, aber es gibt bereits Videos und eine Website Es geht um Folgendes: In einer Stadt wurden sämtliche Grünflächen zubetoniert. Es gibt keine Pflanzen und Grünflächen. Die Menschen werden unterdrückt und wehren sich nicht. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Guerilla-Gärtners. Man muss an bestimmten Orten Pflanzen pflanzen. Die Bewohner, die die Pflanzen sehen freuen sich und wenn sie genug Pflanzen gesehen haben, beginnen sie sich gegen das diktatorische Regime aufzulehnen. XD XD Das ganze wird mit der Zeit komplexer, weil man den Behörden ausweichen muss, verfolgt wird, die Bürger erst zu den Pflanzen kommen müssen, usw.. Das ganze in cooler Retro-Grafik und dann auch noch von einem kleinen unabhängigen Entwicklerstudio. Sowas von cool. Nun aber das Video ^^ Die Seite zum Spiel ist HIER.

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Sophie Scholl – 9. Mai 1922 bis 22. Februar 1943

Wie ich bei der MÄDCHENMANNSCHAFT eben in meiner Mittagspause gelesen habe, wurde heute vor 67 Jahren Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder zum Tode verurteilt und am gleichen Tag hingerichtet. Der Artikel bei der Mädchenmannschaft verweist auch auf die Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung, auf der man u.a. Auszüge aus den Verhörprotokollen lesen kann. Ich möchte euch den Text des Flugblattes, den sie an der Uni München verteilten nicht vorenthalten (das Flugblatt findet ihr HIER) Flugblätter der Widerstandsbewegung in Deutschland. Aufruf an alle Deutsche. Der Krieg geht seinem sicheren Ende entgegen. Wie im Jahre 1918 versucht die deutsche Regierung alle Aufmerksamkeit auf die wachsende U-Bootgefahr zu lenken, während im Osten die Armeen unaufhörlich zurückströmen, im Westen die Invasion erwartet wird. Die Rüstung Amerikas hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht, aber heute schon übertrifft sie alles in der Geschichte Dagewesene. Mit mathematischer Sicherheit führt Hitler das deutsche Volk in den Abgrund. Hitler kann den Krieg nicht gewinnen, nur noch verlängern! Seine und seiner Helfer Schuld hat jedes Maß unendlich überschritten. Die gerechte Strafe rückt näher und näher! Was aber tut das deutsche Volk? Es sieht nicht und es hört nicht. Blindlings folgt es seinen Verführern ins Verderben. Sieg um jeden Preis, haben sie auf ihre Fahne geschrieben. Ich kämpfe bis zum letzten Mann, sagt Hitler – indes ist der Krieg bereits verloren. Deutsche! Wollt Ihr und Eure Kinder dasselbe Schicksal erleiden, das den Juden widerfahren ist? Wollt Ihr mit dem gleichen Maße gemessen werden, wie Eure Verführer? Sollen wir auf ewig das von aller Welt gehasste und ausgestossene Volk sein? Nein! Darum trennt Euch von dem nationalsozialistischen Untermenschentum! Beweist durch die Tat, dass Ihr anders denkt! Ein neuer Befreiungskrieg bricht an! Der bessere Teil des Volkes kämpft auf unserer Seite. Zerreisst den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! Entscheidet Euch, eh’ es zu spät ist! In Zeiten wie unseren muss ich mich, wenn ich in den Spiegel blicke fragen: “was werden deine Kinder sagen?”.

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