This is John Heartfield

I had coffee on the couch this morning and read a name (John Heartfield) in a tweet and remembered that I had read about him a long time ago and ended up reading his Wikipedia page and for some reason, I felt like I wanted to write some stream of consciousness (poetry?) and share some artwork and art with it. Feel free to leave a comment about my words, the Wikipedia entry, his work, etc. Have a nice weekend everyone! A heart’s field. Hearts are weird and funny and interesting creatures Open and wide and inviting Soft and warm and cosy A room can light up when one enters it Warm and soft to touch Grieving, longing, loving, hating Warmig and softening other hearts They can be hard as steel, closed shut and impenetrable Heartfelt greetings, hugs, condolences Cold and cruel, wounding other hearts The loneliest or the busiest of places A field in which to grow love, passion, hate and a lot of or no fucks at all My heart is a diamond Hearts can be stolen, given, kept, shared Have you ever eaten one? Traveling with a light heart and a spring in one’s step The Heartland of America, of democracy, of fear. Fearful hearts are dangerous things Wikipedia – John Heartfield Graphik Magazin – John Heartfield

Continue reading …

Abgründe mit Neil.

Zu Weihnachten bekam ich letztes Jahr etwas, das ich mir schon sehr lange gewünscht habe. Neil Gaiman ist mein Lieblingsautor und ich wollte schon immer mal gerne auf eine seiner Lesungen, die gefühlt nie stattfinden, gehen. Letzten Sonntag war der Mann der wundervollen Bücher in Seattle, und Corinna schenkte mir dafür letztes Jahr zu Weihnachten Karten. Es war ein wundervoller Abend, voller Lachen, Romantik, zu schnell getrunkenem Bier (weil man das Bier nicht in die Oper nehmen durfte, was nicht nur mich sichtlich genervt hat) und Abgründe. Diese waren nicht nur literarischer Natur. Unsere Tickets waren im 3. Rang, sehr sehr sehr weit oben, in der ersten Reihe, man konnte wundervoll sehen und hören. Allerdings ging der Weg zu unseren Plätzen direkt an der sehr, sehr niedrigen Brüstung entlang. Auf der einen Seite, Menschen, die aufstehen mussten, damit man sich vorbeidrücken konnte, auf der anderen Seite, direkt in meinen Kniekehlen, eine ca 70cm hohe “Brüstung”. Ich sah mich mehr als einmal runterfallen. Ich hätte das nicht mal in Deutschland so erwartet, im ach so sicheren Amerika schon zweimal nicht. Ich wollte gar nicht mehr aufstehen. Nicht mal Cori, die sonst alles, was hoch und luftig ist liebt, war das geheuer. Brrrr. Dennoch, ein wirklich wundervoller Abend, und als kleiner Teaser für alle, die nicht zu Neil Gaiman auf eine Lesung gehen können, hier mal eine der Geschichten, die er vorgelesen hat. “October” aus “A Calendar of Tales”. Das ganze gibt es ganz legal und offiziell zum Runterladen. Die Inspiration für die Geschichte ist folgende (wusste ich nicht, ist ganz wundervoll): Neil Gaiman fragte auf Twitter: “Welche mythische Figur würdet ihr gerne im Oktober treffen? (Und wieso?)” @elainelowe antwortete: “Einen Djon. Nicht, um einen Wunsch erfüllt zu bekommen, sondern um den besten Ratschlag zu bekommen, wie man mit dem, was man hat, glücklich wird.” “That feels good,” I said, and I stretched my neck to get out the last of the cramp. It didn’t just feel good, it felt great, actually. I’d been squashed up inside that lamp for so long. You start to think that nobody’s ever going to rub it again. “You’re a genie,” said the young lady with the polishing-cloth in her hand. “I am. You’re a smart girl, toots. What gave me away?” “The appearing in a puff of smoke,” she said. “And you look like a genie. You’ve got the turban and the pointy shoes. I folded my arms and blinked. Now I was wearing blue jeans, grey sneakers, and a faded grey sweater: the male uniform of this time and this place. I raised a hand to my forehead, and I bowed deeply. “I am the genie of the lamp,” I told her. “Rejoice, O fortunate one. I have it in my power to grant you three wishes. And don’t try the ‘I wish for more wishes’ thing – I won’t play and you’ll lose a wish. Right. Go for it.” I folded my arms again. “No,” she said. “I mean thanks and all that,[…]

Continue reading …

Frischer Wind

Es ist halb zehn am Morgen und ich laufe etwas schneller als ich gerne hätte die 400 Meter zum Sammelpunkt des Shuttlebusses, der mich die 21 Kilometer zur Arbeit bringt. Etwas ist anders heute als in den letzten Tagen. Zuerst denke ich, dass es daran liegt, dass es ein paar Grad wärmer ist als die letzten 3–4 Wochen. Das erste Mal deutlich über 0 Grad. Ich hetze – der Aufzug in’s Erdgeschoss brauchte 3 Minuten um seine Türen für mich zu öffnen, eine Ewigkeit bei meiner knappen Zeitplanng morgens – über die 3rd Avenue, dann blicke ich auf: da ist es, das Wasser, einer der Endzipfel des Puget Sound. Er ist grau wie der Himmel, ich kann eine Fähre sehen. Ich schließe die Augen, denn ich muss an der Kreuzung eh warten, der Bus hier wartet schon ewig darauf, dass die Menschen vor mir den Überweg frei machen. Ich atme tief ein. Stickige Luft findet man ist Seattle so gut wie nie, dafür weht immer ein wenig Wind, das Meer ist nah. Stuttgarts Feinstaubwerte findet man hier nicht mal direkt an einer Hauptverkehrsstraße bei 30 Grad zwischen den Hochhäusern in Downtown. Doch die Luft heute ist besonders frisch, klar, und man kann das Meer riechen. Selbiges kann man verdammt selten riechen, dafür, dass das Salzwasser nicht mal einen Kilometer Luftlinie entfernt ist. Ich genieße die frische Luft, öffne die Augen und setze meinen Weg zum Bus etwas entspannter fort. Ich bin ja keiner dieser Menschen, die sich einmal ein Nest bauen und dann bloß keine Veränderung wollen. Ich habe gerne ein Zuhause und Orte zum Wohlfühlen, ein Leben, das mir gefällt. Ich kann verstehen, dass Menschen wenig oder keine Veränderung wollen. Ich kann verstehen, dass Menschen sich nicht vorstellen können weit weg von ihrer “Heimat” zu leben. Ich habe ja selbst mein komplettes Leben in einem 60-Kilometer-Radius um Stuttgart herum gelebt. Das tat ich, weil es mir da gefallen hat und noch immer gefällt. Einer der Gründe für den Umzug war aber auch, dass es eine schöne Gelegenheit war mal woanders zu leben. Wäre davor eine Türe nach Berlin, London, Paris oder Oslo aufgegangen, gut möglich, dass ich durch sie hindurch gegangen wäre. Bei mir war es eben dann 2015 Seattle. Im Kleinen kann ich aber auch nicht gut an einem Status Quo festhalten. Ich bin nicht der Mensch, der sagt: “so, ich habe jetzt genug Menschen kennengelernt”. Ich kann nicht sagen: “so, ich bleibe in meiner Freizeit immer nur in meinen eigenen vier Wänden, ich lebe in meiner eigenen kleinen Welt!”. Ich muss raus. Ich brauche die frische Luft. Das ist auch so eine Sache, die ich aus meiner Depri-Zeit, aus meinem schwarzen Hund gelernt habe. Ohne die frische Luft, ohne Menschen, Natur, Kultur und ErLEBEN gehe ich kaputt. Ich brauche sie so sehr zum Leben, die frische Luft.

Continue reading …

Das weiße Blatt Papier

Kleine Punkte auf einem Blatt Papier. Ich versuche sie zu verbinden, damit ich das große Ganze sehen kann, das, was verborgen ist und nur durch die Verbindung der Punkte sichtbar wird. In etwa so, wie in diesen Malbüchern, die ich als Kind hatte. Man erkennt zunächst nicht, was durch die Verbindung der Punkte sichtbar wird. Dann, der Aha-Moment. Strukturen und Muster werden zu einem Bild, Landschaften, Gegenstände, Gesichter, Menschen werden sichtbar. Im Gegensatz zu den Malbüchern, in denen neben jedem Punkt eine Zahl steht – der Hinweis, die Hilfestellung auf dem Weg zum fertigen Motiv –, fehlen die Zahlen hier. 2014 wurde von dem Jahr, indem sich viel ändert, nach bekannten Variablen, mit einem Plan und der Gewissheit darüber, wo sich die Türen und Pfade befinden, zu dem Jahr der weißen Flecken auf der Landkarte. Alles ist möglich. Alles? Der limitierende Faktor bleibe dabei ich, der ob der weißen Landkarte und dem wirren Haufen aus Punkten kein großes Ganzes sehen kann. Noch nicht. Ich erkenne erste Strukturen, Anzeichen und Muster, doch will ich die Verbindung herstellen?! Radierer gibt es im echten Leben leider nicht und selbst wenn ist es schwierig nicht doch wieder die ausradierte, verblasste Verbingung neu zu ziehen. Ich halte den Stift in meiner Hand, doch die Hand zittert.   PS: Weil es ganz gut passte, hier ein bisschen Musik “von früher™”.  

Continue reading …

Bewegung

Ich überlege und versuche mich seit Tagen an einem Blogpost. Bloggen tat mir früher schon gut und gerade JETZT wäre mehr bloggen sicherlich hilfreich. Ich führe einigermaßen regelmäßig ein physisches Tagebuch, wobei das eher unter “Alltagsnotizen” läuft – es enden immer mal wieder auch Arbeitsdinge darin. Es passiert einfach so viel – ich weiß, ich schreibe das ständig, wahrscheinlich ist es irgendwie normal, aber Menschen™, denen ich vertraue, sagen, es sei wirklich „viel los”. Es fühlt sich an, als wäre der Boden auf einmal fort. Und dann passiert es. Und dann denkst du dir: „hey, ich mache das so!“. Und dann machst du Pläne. Und dann funktionierst du. Und dann funktioniert dein Plan. Und dann lebst du das schöne Leben. Und dann funktioniert es nicht. Und dann funktionierst du nicht. Und dann denkst du: „hey, ich mache das so!”. Und dann funktioniert es nicht. Und dann denkst du dir: „hey, ich mache das so!“. Und dann ist es Herbst. Und dann funktioniert es nicht. Und dann denkst du nicht mehr: „hey, ich mache das SO!”. Und dann fragst du dich plötzlich: „Wer ist überhaupt dieser ‘du’?“. Und dann fragst du dich plötzlich: „Was ist überhaupt dieses ‘es’?”.

Continue reading …

Schmutzige Hände

Schmutzige Hände Es tut so gut. Ich knie in feuchter Erde, mit einer kleinen dreckigen Harke in der Hand, ohne Gartenhandschuhe, die sind für Anfänger. Meine Hände sind braun, voller Erde, ich habe ein paar Kratzer vom Hängenbleiben in Rosensträuchern oder kleinen wütenden Stacheln, die irgendwo in der Erde auf mich warten, dass sie zustechen können. Der Hausrotschwanzmann singt um seine Partnerin, es riecht nach Gras, Erde und Natur. Ich bekämpfe den Efeu, und ich weiß nicht, ob ich ihn nun mag oder nicht, wie ich auch nicht recht zu einer Entscheidung komme, ob ich es nun “ordentlich” oder “wild” im Garten haben will. Wahrscheinlich beides und das ist gut. Ich entdecke hinter unserem gelben Flieder eine Waldrebe, die irgendwann schon mal jemand hier geplanzt haben muss. Außerdem einen Mirabellenschössling und stelle fest, dass “unsere” Alpen-Waldrebe von letztem Jahr beginnt, Blüten zu bilden. Über mir brummen zwei Hummeln und ich denke mir “was kann es eigentlich besseres geben?” und bevor ich an eine Antwort denken kann, ratsche ich mit unserer Nachbarin, harke danache in wenig weiter und erfreue mich daran, dass die Walderdbeeren sich überal ausbreiten, und gehe mit schmutzigen Fingern nach drinnen. Schaumbaden. Ich komme in’s Schlafzimmer und Nina sagt, ich rieche nach Frühling und Garten.

Continue reading …

Zeitenwandel

Seit langem hast du hier nun wieder brach gelegen, liebes Weblog, und doch eigentlich nicht. In meinem Kopf liegen in Schubladen, unter Teppichen, unter einem Sofa, in Kisten und Kästen fertige, unfertige und nur als einzelnes Stichwort abgelegte Blogeinträge herum. Vielleicht werde ich mich eines Tages in ein Café bei einer Tasse Kaffee setzen und sie aufschreiben, wer weiß. Jedenfalls hat sich vieles verändert. Ich, meine Lebenssituation, … Jedenfalls ist vieles gleich geblieben. Ich, meine Lebenssituation, … Vielleicht wisst ihr ja, worauf ich hinaus will. “What we are never changes, but who we are never stops changing.” In diesem Sinne: willkommen zurück.

Continue reading …

Herausforderungen

Herausforderungen sind so schrecklich individuell. Manchmal erscheinen sie trivial. Die Tage habe ich einige Herausforderungen zu meistern. Manche trivial, manche nicht. Ertragen müssen, dass man auch manchmal nicht seine 100% Leistung bringen kann. Mit dem Rad quer durch Berlin fahren. Der Verkehr ist krass, Radfahren ungeübt. Spaß macht es trotzdem riesig. Seine Gefühle transportieren, kommunizieren können. Und dann auch danach handeln. Unter Menschen sein, die man nicht kennt. Neue Jobkomponenten wirklich auch am ganzen Leib spüren. … Es ist schön. Ich kann die Herausforderungen genießen und hoffe, dass ich dazu lerne.  

Continue reading …

Es ist 2013 – Zeit, die Ärmel hochzukrempeln :)

Hallo meine liebe LeserInnenschaft! Wir haben 2013 und ursprünglich wollte ich ja einen tollen Neujahrspost schreiben, in dem ich allen ganz schrecklich verkatert ein gutes neues Jahr wünsche. Dafür bin ich nun doch etwas spät dran, denn wir haben ja schon fast zwei Wochen 2013. Ich habe aber in der Neujahrsnacht an, wie ich jedenfalls glaube, alle Menschen gedacht, die mir was bedeuten und das sind doch schon einige, manche, die es vielleicht nicht wissen, und auch natürlich an die LeserInnen dieses Blogs habe ich gedacht, und auch global allen Menschen habe ich eine Runde positive Neujahrsenergie verteilt. Ich habe mir für das neue Jahr einiges vorgenommen und bin schon fleißig an der Umsetzung, bei der ich gleich meinen ersten Vorsatz üben kann: Dinge so nehmen wie sie sind, nur mich selbst ändern und dabei einfach entspannter und fröhlicher zu sein und mich weniger fertig machen. Bisher klappt das ganz gut, mal sehen was so draus werd – letzten Endes bleibt mir immer noch “lächeln und winken” als Option übrig. 🙂 Ich bin im Übrigen gerade unsicher, ob ich das nicht vielleicht auf mehrere Posts aufteilen soll, wobei damit die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass ich sie je alle schreibe. Schau’n wir mal, wie lang dieser Post wird, aufteilen kann ich den ja immer noch. UPDATE: tja, nach etwa 10 Tagen, an denen ich nun diesen bzw. die Folgeposts schreibe ist das Jahr schon drei Wochen alt und es ist absehbar, dass dies hier mehrere lange Einträge werden. Also, dann mal los. Und vielen Dank, dass ihr diesem Blog im Jahr 9 (!!) seines Bestehens ein wenig die Treue haltet. Ich gebe mein Bestes euch schöne, gute, lesenswerte Posts hier vorzusetzen. Das da oben bin ich, wie ich so in etwa mittlerweile aussehe. Aufgenommen hat das Foto Nina, Ende Oktober 2012 im Hof der Stiftskirche in Herrenberg, ich habe es nur ein wenig zurecht geschnitten und minimal Lichter und Schatten angehoben.

Continue reading …